Sie können mit entscheiden
Der Quartiersbeirat
Wer entscheidet eigentlich, welche Fördermittel wo in der Weißen Siedlung eingesetzt werden? Das letzte Wort hat die so genannte Steuerungsrunde, die sich aus Vertretern der Senatsverwaltung, des Bezirksamtes und dem Quartiersmanagement zusammensetzt. Doch zu den Gremien, die ein gewichtiges Wort mitzureden haben, gehört der Quartiersbeirat. Diese elfköpfige Runde setzt sich aus zufällig ausgewählten Bewohnern und Vertretern wichtiger Initiativen und Vereinen aus der Siedlung zusammen. Jugend-Sozialarbeiter von Outreach sitzen im Quartiersbeirat neben Elternvertretern oder der Leiterin des Stützpunktes der Arbeiterwohlfahrt. Die Enkel- trifft auf die Eltern- und Großeltern-Generation und alle reden sich die Köpfe heiß, um das beste aus den knappen Mitteln für die Weiße Siedlung zu machen.
Im Jahr 2006 ist der Quartiersbeirat verhältnismäßig häufig zusammengekommen: Er tagte zehn Mal, um über die Fördermittel zu entscheiden, die aus dem Topf „Soziale Stadt“ zur Verfügung stehen. Neue Projekte wie zum Beispiel die Stadtteilmütter wurden bei der Gründung begleitet. Natürlich haben die Mitglieder des Quartiersbeirates auch die Möglichkeit, selbst Ideen vorzuschlagen, die Finanzierungsmöglichkeiten abzuklären und Mitstreiter für die Realisierung zu finden.
Jedes Quartiersbeiratsmitglied kann bei den Entscheidungen mitreden. Die Stimmung in dem Gremium ist locker und freundschaftlich. Wer Interesse hat, im Quartiersbeirat mitzuarbeiten, kann sich im Büro des Quartiersmanagements, Dieselstraße 9, melden, Telefon 30 64 46 66.
Die Vergabejury
10 000 Euro stehen jedes Jahr im Quartiersfonds 1 der Weißen Siedlung zur Verfügung. Mit diesem Geld können zum Beispiel Nachbarschaftsfeste, kulturelle Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten oder Initiativen gefördert werden, die das Zusammenleben in der Siedlung verbessern. Maximal kann jedes Projekt mit 500 Euro aus dem Aktionsfonds gefördert werden, in begründeten Ausnahmefällen sind bis zu 1000 Euro möglich. Einzelpersonen oder Gruppen aus der Weißen Siedlung können die Zuschüsse beim Quartiersmanagement beantragen. Darüber entscheidet die Vergabejury.
Ob das jeweilige Anliegen gefördert wird, entscheiden aber nicht die beiden Quartiersmanagerinnen, sondern der Aktionsfondsbeirat. Er besteht aus fünf Bewohnern der Weißen Siedlung. Im Jahr 2006 tagte die Vergabejury vier Mal und genehmigte insgesamt 19 Zuschüsse.
Das Spektrum reicht dabei vom Mediationsprojekt bis hin zu Zuschüssen für Kinderausflüge.
Wer eine Idee verwirklichen möchte, die dem besseren Zusammenleben in der Weißen Siedlung dient, kann sich an das Quartiersmanagement wenden. Im Büro, Dieselstraße 9, werden die Anträge gestellt. Die Quartiersmanagerinnen sind gern bei der Bewältigung des Papierkrieges behilflich, Telefon 30 64 46 66.







