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Wenn aus Nachbarn Freunde werden

Seit fünf Jahren gibt es in der Dieselstraße ein Mietercafé

Besucher des Mietercafes
Im Mietercafe trifft man sich regelmäßig und kann sich bei Kaffee und Kuchen kennen lernen und Ideen austauschen, Foto: H. Kasten-Nkongolo

Gemütlich quatschen bei Kaffee und Kuchen – das hört sich eigentlich gar nicht so besonders an. Doch Ruth Großmann und die anderen Besucher in der Dieselstraße 13 bis 15 möchten ihr Mietercafé nicht mehr missen. „Ich komme seit zwei Jahren dienstags hier her und inzwischen haben sich aus der Gruppe feste Freundschaften entwickelt“, sagt Ruth Großmann. Sie ist vor vier Jahren in die Weiße Siedlung gezogen und fühlt sich hier wohl. In ihrem Haus sei es ruhig und auch mit den Nachbarn habe sie netten Kontakt. Vom Mietercafé hatte sie schon gehört, sich aber nie hinein getraut. Erst als sie mit dessen Leiterin, Brigitte Rode, einmal zufällig im Büro der Hausverwaltung ins Gespräch kam, wurde das Eis gebrochen.

Brigitte Rode, die schon seit 33 Jahren in der Weißen Siedlung wohnt, hatte die Idee zum Mietercafé vor fünf Jahren. Ein zwangloser Treffpunkt zum Reden, Spielen und Planen gemeinsamer Aktivitäten würde der Siedlung gut tun, meinte die  engagierte Bewohnerin. Sie konnte dabei auf die Erfahrungen des Jugendamtes zurückgreifen, dass schon zuvor einen ähnlichen Treffpunkt – damals noch unter freiem Himmel – angeboten hatte. Unterstützt wurde sie bei der Verwirklichung des Mietercafés von der Hausverwaltung. Diese stellte einen ehemaligen Fitnessraum, Farbe und die Einrichtung zur Verfügung. Bei der Renovierung packten Brigitte Rode und ihre Mitstreiter mit an. So entstand ein gemütlicher Treffpunkt, wo jeden Dienstag und manchmal auch Donnerstags von 14 bis 19 Uhr Nachbarn zusammensitzen. Der Kuchen ist selbst gemacht und  es gibt eine bunte Palette an Getränken. Hunde dürfen mitgebracht werden. Manchmal kommen zehn Besucher oder mehr, im Sommer sind es manchmal ein paar weniger. Brigitte Rodes größter Wunsch ist ein größerer Raum, um täglich Veranstaltungen für die Nachbarn anzubieten. Denn neue Gäste sind beim Mietercafé immer willkommen. „Inzwischen geht es in unserer Gruppe zu wie in einer Familie“, so Brigitte Rode.