Top Themen
Outreach: Aktionen statt Abhängen

- Die Outreach-Mitarbeiter Ilyas Yorgun und Hamza El-Khalaf, Foto: S. Pfau
Damit Jugendliche nicht mehr auf dem Bunker oder in Bushaltestellen herumlungern, hat eine Gruppe von drei Streetworkern die Arbeit in der Weißen Siedlung aufgenommen. Sie arbeiten für den Verein "Outreach". Zwei von ihnen kommen aus der Weißen Siedlung. „So war es sehr leicht für uns, Kontakt zu den Jugendlichen aufzunehmen und die Familien anzusprechen“, sagt Michael Thoma von Outreach. Im August 2006 begann die Arbeit mit einigen Großveranstaltungen zum Kennen lernen: Drei Wochen lang gab es Spiel und Sport rund um den Roten Platz: Bei Kicker, Streetsoccer, Torwandschießen, Basketball und Brettspiele kam keine Langeweile auf. Jeden Freitag gab es ein Grillfest mit Musik, einem Flohmarkt und Überraschungen. Workshops für Beatbox und Rap rundeten das Angebot ab. An einem Freitag machte der Orient-Express mit Beduinenzelt, Musik, Hennatattoos, Schminken und Kalligrafie Station.
Inzwischen haben sich die Jugendlichen und die Sozialarbeiter kennen gelernt. Regelmäßig organisiert Outreach gemeinsame Aktivitäten: Fußball und Volleyball für Jungen und Mädchen zum Beispiel. Ausflüge in Museen oder die schöne Berliner Umgebung gehören ebenfalls zum Programm, das die Jugendlichen mitgestalten. Bei Bedarf helfen die Streetworker den jungen Leuten auch dabei, Ausbildungsplätze zu finden, Bewerbungen zu schreiben oder begleiten sie zum Arbeitsamt. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern wurde intensiviert.
Die sportlichen Aktivitäten kommen besonders gut an. „An den Fußballturnieren beteiligen sich immer 60 bis 80 Jugendliche“, so Thoma. Ausgangspunkt der Aktivitäten von Outreach ist seit dem Frühjahr 2007 der ehemalige Gemeinschaftsraum im Haus Sonnenallee 273. Mit Unterstützung der Jugendlichen und Mitteln aus dem Projekt Soziale Stadt machte Outreach aus dem früheren Partykeller den Jugendtreff "Sunshine Inn".







