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  • Auswahlverfahren "Mieter und Nachbarschaften stärken"

    Gesucht wird ein Projektträger, der in der Weißen Siedlung ein Projekt zur Mieterselbshilfe- und Information durchführt. Vorrangiges Ziel ist es, das nachbarschaftliche Zusammenleben zu verbessern, Konflikte zu schlichten, aber auch die Mieterselbsthilfe durch geeignete Formen zu fördern. Angestrebt werden sollte, dass in einzelnen Wohnhäusern Mietersprecher(innen) gewählt werden, die als Ansprechpartner/innen auch für die Hausverwaltung fungieren. In der ersten Phase ist der Schwerpunkt zunächst auf zwei bis drei auszuwählende Hochhäuser zu legen. Bewerbungsschluss: 04. Juni 2012 [mehr]
  • Auswahlverfahren "Bewegungsförderung für Kinder der Sonnen-Grundschule"

    Gesucht wird ein Projektträger, der in der Sonnen-Grundschule ein Projekt zur Bewegungsförderung für Kinder durchführt. Viele Kinder haben Konzentrations- und Bewegungsstörungen und erfahrungsgemäß auch größere Sprachprobleme. Deshalb ist es notwendig diese Kinder in ihrer Konzentration und Motorik zusätzlich zu fördern. Wichtig ist hierbei, die beteiligten Lehrer soweit zu schulen, dass sie nach Projektende einzelne Bausteine mit den Kindern fortführen können. Bewerbungsschluss: 04. Juni 2012 [mehr]
  • "Sonnenblick" feiert dreijähriges Jubiläum

    Der Nachbarschaftstreff „Sonnenblick“ feiert in diesem Jahr bereits seinen 3. Geburtstag. In den letzten Jahren wurde sehr viel erreicht. Der Nachbarschaftstreff ist inzwischen nicht mehr wegzudenken und hat sich zu einem wichtigen Begegnungsort für alle Generationen und Kulturen der Weißen Siedlung entwickelt. [mehr]
Sie befinden sich hier: Nachrichten - Archiv / Artikel aus 2007 / Stadtteilmütter

Stadtteilmütter unterwegs im Kiez

Unterricht
Diskussion im Unterricht

Maya Bassal aus dem Libanon ist begeistert: "Jede Frau, die Kinder hat, sollte das lernen. Am besten gleich, wenn sie heiratet." Die 43jährige ist eine der 91 Stadtteilmütter aus Neukölln, die sich in einem mehrmonatigen Kurs im Jugendklub Grenzallee auf ihre Aufgabe vorbereitet haben: Sie werden zukünftig Familien besuchen und ihnen wichtige Informationen vermitteln. Gesundheit, Ernährung und Hygiene stehen dabei genauso auf dem Programm wie Erziehungsprobleme, Gewalt in Familien und Elternarbeit in Schule und Kindertagesstätte.

Die Kurse finden überwiegend in den jeweiligen Quartieren statt. Die Teilnehmerinnen des Kurses in der Weißen Siedlung kommen aus arabischen Ländern, so wie die Leiterin der Schulung, Abier Nasereddin. Sie ist eine der Nachbarschaftshelferinnen in der Weißen Siedlung. An diesem Vormittag steht das Thema Kinderrechte auf dem Programm. Jede Frau hält eine Karte in der Hand. "Keiner darf ein Kind hauen" steht da oder " Kinder haben das Recht, ohne Angst zu leben". Reihum erläutert jede Frau ihre These, anschließend wird darüber diskutiert. Bei Themen wie diesem, die die Teilnehmerinnen stark berühren, fließen die Herzen über und es entsteht eine muntere Diskussion. Jede der Frauen hat zu diesem Thema eine Meinung, die sie den anderen mitteilt.

Gruppenbild
Die arabischen Kursteilnehmerinnen

Das Projekt "Stadtteilmütter" wurde in der Schillerpromenade entwickelt und existiert inzwischen in allen Quartiersmanagementgebieten Neuköllns. Die Idee ist, Frauen mit Migrationshintergrund als Multiplikatoren auszubilden. Nach einem sechsmonatigen Kurs besuchen die Stadtteilmütter dann Familien aus ihren Herkunftsländern und beraten sie bei zehn Hausbesuchen zu verschiedenen Themen. Da die Stadtteilmütter den gleichen kulturellen Hintergrund  wie die zu betreuenden Familien haben, ist ein optimaler Informationsfluß gewährleistet.

Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky überreichte den Kursteilnehmerinnen aus der Weißen Siedlung Anfang Juni im Rathaus ihr Zertifikat. Für die Weiße Siedlung stehen zwei türkisch- und vier arabischsprechende Stadtteilmütter zur Verfügung. Türkische und arabische Familien, die sich von einer Stadtteilmutter beraten lassen möchten, können sich im Quartiersbüro melden. Zu erkennen sind die Stadtteilmütter übrigens an ihrem bordeauxroten Schal.