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Quartiersmanagement - was ist das?
Wer betreibt das Quartiersmanagement?

- Neue Perpektiven
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat zusammen mit den jeweiligen Bezirken seit 1999 in Gebieten mit so genanntem „besonderen Förderbedarf“ unterschiedliche Büros mit der Durchführung des Quartiersmanagements beauftragt. Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Bewohnern dafür zu sorgen, dass das Leben in der jeweiligen Siedlung wieder schöner und besser wird. Inzwischen gibt es über 30 solcher Gebiete in Berlin. Seit 2005 ist auch die Weiße Siedlung am Dammweg Quartiersmanagementgebiet. Die Weiße Siedlung wird 2010 zu den Gebieten mit starkem Interventionsbedarf (Kategorie I) gehören. Prioritäres Ziel ist es, dazu beizutragen, die Lebenssituation und Infrastrukturausstattung im Quartier zu verbessern.
Den Auftrag für dieses QM bekam das Büro „Weeber und Partner“. Die Managerinnen vor Ort sind Cindy Gering und Gülcan Balim.
Welche Ziele verfolgt das QM und wie werden sie erreicht?

- Spiel und Spaß in den Sommerferien
Hauptziel ist – kurz gesagt – das Zusammenleben in der Siedlung und die soziale Struktur zu verbessern. Die Menschen sollen sich hier wohl fühlen, so dass keiner mehr wegziehen will und die Siedlung für neue Mieter wieder attraktiver wird.
Die Quartiersmanager unterstützen Initiativen und Vereine, die bereits vorhanden sind, zum Beispiel das Mietercafé oder die AWO. Darüber hinaus kann das QM Projekte ins Leben rufen, um das Zusammenleben zu verbessern. Beispiele hierfür sind die Nachbarschaftshelferinnen, die von der Dieselstraße 9 aus viele Aktionen zur Verbesserung der Nachbarschaften unternehmen. Außerdem hilft das QM den Bewohnern, eigene Projekte und Ideen umzusetzen. Mit allen Fragen oder Problemen, die die Weiße Siedlung betreffen, können die Bewohner zum QM kommen.
Wie wird das QM finanziert und können die Bewohner mit entscheiden?

- Blüten im Innenhof
Im Wesentlichen stehen dem QM Mittel aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ zur Verfügung. Für kleine Projekte der Bewohner, wie zum Beispiel Hoffeste, Pflanzaktionen oder ähnliches gibt es auch den Quartiersfonds (QF1) aus dem man unkompliziert Mittel bis 1.000,-Euro beantragen kann. In einer eigenen Vergabejury wird dann über förderfähige Anträge und deren Verteilung abgestimmt.
Ausser dem Quartiersfond 1 gibt es den Quartiersfond 2 und Quartiersfond 3 aus "soziale Stadt" Fördergeldern. Während QF2 Projekte mit einem Volumen zwischen 1.000,-Euro und 10.000,-Euro abdeckt; sind die Gelder aus QF3 für größere Projekte ab einer Größenordnung von über 10.000,-Euro vorgesehen.
Darüber hinaus gibt es noch weitere Quellen, zum Beispiel von der Agentur für Arbeit oder Förderprogramme der Europäischen Union. Das QM hat einen Überblick über Fördermöglichkeiten und hilft bei der Antragstellung.
Die Bewohner haben viele Möglichkeiten, mit zu entscheiden und sich einzubringen: Durch das direkte Gespräch mit den Quartiersmanagern im Vor-Ort-Büro. Außerdem gibt es einen Quartiersbeirat, der über Fördermittel entscheidet. Dort sind Bewohner sowie Vertreter von Vereinen und Initiativen vertreten. Darüberhinaus kann jeder selbst Vorschläge für Projekte – und sei es nur ein kleines Hoffest – machen.








