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    Der Quartiersrat arbeitet ehrenamtlich gemeinsam mit dem Quartiersmanagement für die Verbesserung der Nachbarschaft. Er trifft sich regelmäßig, um die wichtigen Themen in der Siedlung zu diskutieren, neue Ideen zu entwickeln und sich mit dem Quartiersmanagement über die laufenden Projekte auszutauschen. Alle 2 Jahre wird der Quartiersrat neu gewählt und jetzt ist es wieder soweit![mehr]
  • Quartiersflyer Juli 2021

    Ein buntes und sportliches Ferienprogramm für alle Kinder und Jugendliche bietet das Projekt "Freizeit und Nachbarschaft in der Weißen Siedlung" (FuN). Wer mindestens 13 Jahre alt ist und Taschengeld verdienen will, kann beim Projekt mitarbeiten! Am 5., 6. und 8. Juli sowie am 13. und 27. Juli veranstaltet der Kinder- und Jugendrat der Weißen Siedlung Aktionstage auf dem Nachbarschaftscampus Dammweg (Dammweg 216). Komm vorbei und misch mit! Das und mehr im Quartiersflyer für den Juli 2021, der hier heruntergeladen werden kann.[mehr]
Montag, 19.07.2021

Aktion vom Kinder- und Jugendrat: Alle für Alle – Spielplätze jetzt sauber!

Seit Juni tut sich was in Sachen Jugendbeteiligung in der Weißen Siedlung. Das vom Quartiersmanagement Dammwegsiedlung/Weiße Siedlung initiierte Projekt „Jugend mischt mit“ hat sich den Aufbau eines neuen Kinder- und Jugendrates für das Gebiet zum Ziel gesetzt. Courtney O’Connell und Anja Mocker vom Projektträger stadt.menschen.berlin wollen es Jugendlichen und Kindern ermöglichen, hier eigene Ideen dazu zu entwickeln, was in der Nachbarschaft verbessert werden kann. Interessierte junge Menschen aus dem Quartier unterstützen sie darin, ihre Vorstellungen und Wünsche zu formulieren und konkrete Projekte und Aktionen daraus zu entwickeln.

Bei ersten inhaltlichen Treffen auf Nachbarschaftscampus Dammweg haben die Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 19 Jahren erste Ansätze ausgearbeitet, was sich in der Weißen Siedlung ändern soll. Courtney und Anja unterstützen sie dabei, indem sie den richtigen Rahmen für engagiertes Arbeiten und für Diskussionen schaffen. Außerdem helfen sie, Räume und Sachen zu organisieren, die Projekte des Jugendrates zu planen und Geld für ihre Durchführung zu bekommen.

„Wir halten das ganze Drumherum am Laufen“, sagt Courtney. „Die Projekte selbst müssen aber von den Jugendlichen kommen. Inhaltlich geben wir nichts vor. Was gemacht wird und worum es geht, bestimmen allein sie. Manchmal scheint dieses Vorgehen am Anfang nicht besonders effektiv. Dafür sind die Projekte, die dann entstehen aber tatsächlich die Projekte der Jugendlichen. Nur so entsteht wirkliche Mitbestimmung.“

Um zunächst Ideen einzusammeln, haben sie Ideen-Karten gedruckt, die sie bei den Treffen und im Vorfeld an Kinder und Jugendliche verteilen. Auf der Rückseite der Karten wird kurz erklärt, dass der Jugendrat der Weißen Siedlung das Projekt der teilnehmenden Jugendlichen ist. Auf der Vorderseite gibt es außer einem Rahmen und dem Schriftzug „der Weiße Siedlung Jugendrat“ nur eine leere weiße Fläche. Hier können die Mädchen und Jungen ihre Ideen aufschreiben.

Alle Ideen werden dann gesammelt und gemeinsam diskutiert. Dafür gibt es sieben einfache Regeln, die sich die Jugendlichen selbst gegeben haben: 1. Zuhören, 2. Alle einbeziehen, 3. Ausreden lassen, 4. Höflicher Umgang, 5. Nicht beleidigen, 6. Alle haben ein Mitrederecht, egal welche Religion und 7. Nicht auslachen.

Auf großen Charts werden im nächsten Schritt die Ergebnisse festgehalten. Eins dieser Charts enthält Feedback zur jeweiligen Veranstaltung: Was ist gut gelaufen, was nicht so? Ein anderes trägt den Titel „Das Ändernhaus“. Hier sind alle Ideen, was in der Weißen Siedlung geändert werden sollte, auf verschiedene Stockwerke verteilt. Im Erdgeschoß befinden sich dabei die Ideen, die leicht umzusetzen sind, ganz oben im Dachgeschoß diejenigen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als besonders schwer zu verwirklichen erscheinen.

In den letzten beiden Wochen sind so erste Projektansätze entstanden. Als erstes wurde eine Spielplatzreinigungsaktion geplant und durchgeführt, bei der am Dienstag, 13. Juli die gesamte Nachbarschaft, Groß und Klein, angesprochen war, gemeinsam die Spielplätze in der Weißen Siedlung zu reinigen. Mit Greifzangen, Eimern, Mülltüten, Rechen und Schaufeln ging es unter Anleitung der jugendlichen Initiatorin Lina, der Projektmacherinnen und ihrer ebenfalls jugendlichen Honorarkraft mit Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie einer Mutter und einigen dazugekommenen freiwilligen Helferinnen ans Werk.

Für gute Laune bei der Arbeit sorgte eine Boom-Box, über die Musik lief, die sich die Teilnehmenden im Vorfeld hatten wünschen können. Im und um den Sand der beiden kleineren Spielplätze Aronsstraße/Ecke Dieselstraße fanden sich Unmengen von Zigarettenkippen, Plastikmüll, Scherben und sogar ein großes rostiges Scharnier. Alles wurde aufgehoben und entsorgt. Dadurch ist man dem Projektziel, die Spielplätze in der Weißen Siedlung sauberer und sicherer zu machen, einen ersten Schritt nähergekommen.

Zum Ende der Aktion wurde die Mülltüte mit allem, was gefunden wurde, auf einer spontan organisierten Personenwaage gewogen. Ganze acht Kilogramm Müll waren zusammengekommen!

Übrigens haben sich das Aufhängen von Plakaten bei einer Werbungstour am 8.7. als höchst erfolgreich erwiesen. Denn mitgemacht habe bei der Aktion tatsächlich auch Menschen, die das Plakat an ihrer Haustür gesehen und gedacht haben: „Tolle Aktion, da mache ich mit, das finde ich wichtig.“

Fortsetzung folgt!

Text u. Bilder: H. Heiland