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  • Quartiersflyer Oktober 2021

    Mit dem Oktober kommt der Herbst und es werden neue Mitglieder für die Aktionsfondsjury gesucht. Über den Aktionsfonds werden kleinere nachbarschaftliche Projekte bis zu 1.500 € gefördert. Das FuN-Projekt bietet ein buntes Herbstferienprogramm mit Sport, Bewegung, Mal- und Bastelaktionen. Auch das Freilandlabor lädt zum gemeinsamen Basteln ein, und beim Kinder- und Jugendrat können alle zwischen 11 und 18 Jahren ihre Ideen einbringen. Das und viele weitere Treffs, Tipps und Termine im Quartiersflyer für den Oktober, der hier heruntergeladen werden kann.[mehr]
Dienstag, 09.03.2021

Nikolina Tuka, das neue Gesicht des Nachbarschaftstreffs „Sonnenblick“

Seit einer Woche ist Nikolina Tuka die neue Koordinatorin des Nachbarschaftstreffs „Sonnenblick“. Sie freut sich auf ihre Arbeit in der Weißen Siedlung und vor allem darauf, neue Menschen mit ihren verschiedenen biografischen Hintergründen kennenzulernen. Als ihre erste Aufgabe sieht sie es, auf Nachbarinnen und Nachbarn in jedem Alter zuzugehen und sich deren Wünsche und Ideen für Formate und Veranstaltungen anzuhören.

Begegnungs- und Veranstaltungsmöglichkeiten für alle Bewohnerinnen und Bewohner

„Aktionen und Angebote werden natürlich immer dann besonders gut angenommen und gelingen, wenn sich diejenigen, für die sie gemacht werden, früh in die Umsetzung einbringen können“, findet Frau Tuka.

Die gebürtige Bosnierin hat in Graz Politikwissenschaften studiert und später in einer Stiftung Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen gemacht. Nach Deutschland gekommen ist sie zuerst in den 90er Jahren, als sie vor dem Bosnienkrieg flüchten musste. Seit 2014 lebt sie in Berlin.

Was sie in der Weißen Siedlung versuchen möchte, ist generationsübergreifende Angebote zu machen. „Alles, was die Menschen in der Siedlung zusammenbringt, ist zu begrüßen“, sagt sie.

Mundpropaganda und Netzwerke vor Ort für Werbung nutzen

Dabei wird, wie sie hofft, vieles über persönliche Kontakte funktionieren. Gleich in ihren ersten Tagen haben sich viele Aktive aus der Nachbarschaft bei ihr gemeldet – zum Beispiel auf den von ihr eingestellten WhatsApp-Status hin.

„Es gibt eine Menge Leute, die hier etwas machen und die untereinander vernetzt sind. Davon möchte ich auch mit dem Nachbarschaftstreff profitieren.“ Erste Gespräche etwa mit dem Familienzentrum „Debora“ und Herrn Khatib vom Nachbarschaftscampus Dammweg (Berlin Mondiale/Kulturnetzwerk Neukölln e.V.) haben bereits stattgefunden.

„Daraus wird sich, wie ich hoffe, eine Vernetzung vieler Akteure hier aus der Gegend ergeben“, erläutert Frau Tuka. Zur Bekanntmachung ihrer Angebote setzt sie neben Plakaten und Flyern in der Siedlung vor allem auf die sozialen Netzwerke. Neben Facebook möchte sie dabei besonders Instagram einsetzen, um auch jüngere Zielgruppen zu erreichen. Aber auch eine eigene Website für den Nachbarschaftstreff soll es wieder geben.

Am Anfang steht das Kiezcafé

Ein Angebot, mit dem sie bereits einen Anfang gemacht hat und das auch in den kommenden Wochen weiter ausgebaut werden soll, ist das Kiezcafé. Ein bis zwei Mal pro Woche treffen sich die daran Interessierten derzeit draußen, wenn das Wetter mitspielt. Treffpunkt wird zukünftig voraussichtlich die Bank beim AWO-Häuschen sein. Selbstverständlich sollen, sobald das angesichts der Corona-Lage wieder möglich ist, auch die eingespielten Formate wie das Frauenfrühstück, das Kiez-Bingo oder die Musikkurse wieder starten. „Bis dahin werden wir aber wohl hauptsächlich auf Veranstaltungen im Freien setzen müssen. Zum Beispiel mit Musikern und Künstlern, wie im letzten Herbst, als etwa die Komische Oper die Siedlung besucht hat.“

Coronabedingter Akzent auf Veranstaltungen im Freien

Sobald es wärmer wird, schweben ihr Veranstaltungen im Freien mit Artisten und Musikern vor, für die sie in der Siedlung werben möchte, um möglichst unterschiedliche Bewohnergruppen zusammenzubringen. „Künstlerinnen und Künstler, die sich darauf freuen, einfach mal wieder spielen zu können, gibt es auf alle Fälle genügend.“

Für Jugendliche könnte es dazu Schnitzeljagden geben, für alle die Möglichkeit zu mehr Austausch. „Schön wäre es, die Menschen dazu zu bewegen, im Kreis zu sitzen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Aber auch für diejenigen, die lieber nur Kaffee trinken und unter sich bleiben wollen, werden wir Angebote machen. Ich kann mir da vieles vorstellen und möchte eine ganze Menge ausprobieren.“

Gemeinsam für die Weiße Siedlung

Bei vielen Kooperationspartnern hat sie sich bereits per E-Mail vorgestellt, mit dem Team des Quartiermanagement bereits einen Spaziergang durch die Weiße Siedlung unternommen. „Das war sehr hilfreich für den Einstieg. So habe ich mitbekommen, was hier los ist und an wen man sich wenden kann.“

Über alle Termine, die im Nachbarschaftstreff stattfinden oder von ihm organisiert werden, wird natürlich auch hier auf der QM-Website berichtet. Wir wünschen Frau Tuka einen guten Start und viele interessante und erfolgreiche Projekte und Aktionen.

 

Der Nachbarschafstreff Sonnenblick wird von Vielfalt e.V. durchgeführt und aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert.

Text: H. Heiland, Bilder: QM Weiße Siedlung Dammweg W+P GmbH