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Montag, 08.12.2025

„Social Media & Me“: Alles rund um Medien und ihre Nutzung

Michelle Piorek kommt aus Berlin und hat in Erfurt Kinder- und Jugendmedien studiert. Seit 2023 arbeitet sie für den deutschlandweit tätigen Träger JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis im Medienkompetenzzentrum Neukölln (Meko Neukölln). Das Meko Neukölln ist eins von zwölf Medienkompetenzzentren in Berlin, die im Jugendnetz Berlin zusammengeschlossen sind. Seine Angebote richten sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche, unterstützen aber darüber hinaus auch deren Bezugspersonen in medienpädagogischen Fragen. Eine Besonderheit des Meko Neukölln ist ein geschlechterreflektierender Schwerpunkt und die gemeinsame Trägerschaft von Jugendamt Neukölln und JFF. Seit Januar 2025 koordiniert Michelle mit ihrer Kollegin Julia Keidel, die bereits seit 2020 dabei ist, das Meko und sein Team sowie mit drei weiteren festen Mitarbeitenden die Projekte, die im Bezirk zu dem Thema umgesetzt werden.

„Social Media & Me“ in der Weißen Siedlung

In der Weißen Siedlung ist Michelle mit dem Meko seit August 2025 mit dem vom QM geförderten Projekt „Social Media & Me“ am Start. Es geht um Medienkompetenzförderung zwischen Influencing, Konsum und Selbstbestimmung, wie es in der Selbstbeschreibung heißt.

„Im Moment“, erläutert Michelle, „befinden wir uns noch in der Phase des Kennenlernens und der Bedarfsabfrage. Diese ist bis einschließlich Februar 2026 geplant, das Projekt läuft insgesamt bis Ende 2027. Das heißt, momentan stellen wir uns vor, führen Gespräche mit den Einrichtungen und Fachkräften im Gebiet. Dazu gehören ganz wesentlich der Jugendtreff Sunshine Inn, der dieselbe Kernzielgruppe anspricht wie unsere Angebote, also Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren. Aber auch mit Tanja Molkenthin vom Clubhaus Phase 2 sind wir im Gespräch.“

Wichtig ist ihr, über die Fachkräfte und auch persönlich mit den Jugendlichen selbst ins Gespräch zu kommen. Denn damit diese Angebote annehmen, müssen sie von vornherein in deren Planung mit einbezogen werden. „Wenn sie nicht bei der Angebotsplanung dabei sind, erscheinen sie nicht. Heute haben Jugendliche ja immer viele Termine und wenig Zeit. Neben der Schule und den Hausaufgaben sind sie in Sportvereinen oder verbringen Zeit mit ihren Freunden, chillen oder gehen Hobbies nach. Und natürlich kommen auch für die Handynutzung nochmal zwei bis drei Stunden zusammen. Hier ist es ja leicht, sich allein mit Medien zu beschäftigen. An Angeboten teilzunehmen kann dagegen bedeuten, dass man vielleicht niemanden kennt und gar nicht so richtig weiß, worum es geht. Man muss sich auch aufraffen, um hinzugehen.“

Um ihre Zielgruppe früh einzubeziehen, ist Michelle häufig in der Weißen Siedlung unterwegs und knüpft Kontakte. So hat sie auch von einer Gruppenreise von Jugendlichen aus dem Sunshine Inn nach Kroatien erfahren, die in den Herbstferien stattgefunden hat.

Reiseerinnerungen als Medienproduktion

„Das war ein Glücksfall, weil wir die Jugendlichen mit Technik ausstatten konnten, um ihre Eindrücke von der Reise in einer eigenen Medienproduktion festzuhalten. Wir haben ihnen eine Kamera, Mikros, ein iPhone und eine GoPro für Aufnahmen am und im Wasser mitgegeben. Eine Cutterin, die bei uns als Honorarkraft im Projekt ist, hilft ihnen jetzt, ihr Material zu ordnen und zusammenzuschneiden. Dabei kommen dann auch theoretische Fragen ins Spiel: Wie funktioniert Storytelling, wie generiere ich Aufmerksamkeit – und wieviel davon will ich überhaupt? Das ist der pädagogische Rattenschwanz, auf den wir auch hinauswollen: Was passiert bei einer Veröffentlichung? Wer kann das alles sehen? Wohin gehen meine Daten?“

Bisher ist die Cutterin einmal für drei Stunden zum Kennenlernen vor Ort gewesen, jetzt kommt sie drei Wochen lang immer montags zum Weiterarbeiten. „Hier sollen die Jugendlichen dann herausfinden: Was ist das für ein Projekt? Was kann ich hier lernen? Worauf habe ich Lust? Dabei kristallisieren sich auch Personen heraus, die eine andere Position einnehmen können und in der Folge Projekte mit anleiten können. Was auch die Möglichkeit beinhaltet, so ein kleines bisschen Geld für sein Engagement und die Mithilfe zu verdienen.“

Podcastproduktion, Technikanschaffungen und Termine

Ein Wunsch, der sich in der ersten Phase des Projekts bereits herauskristallisiert hat, ist der, dass Jugendliche einen Podcast machen wollen. „Das wird wahrscheinlich die erste große Sache, die wir angehen“, sagt Michelle. „Dabei wird Wissen weitergegeben, es gibt relativ schnell ein Produkt, über das man reden kann, und dann kommen wir hoffentlich weiter ins Gespräch.“

Als fester Termin ist ab nächstem Jahr eine offene Sprechstunde geplant, zu der Jugendliche, aber auch ihre Eltern und Fachkräfte eingeladen sind, die Fragen zur Mediennutzung haben. Voraussichtlich wird sie einmal im Monat nachmittags von 15 bis 18 Uhr im Beteiligungshaus in der Aronsstraße 120 stattfinden.

Der nächste Termin, bei dem Michelle sich und ihr Team vorstellen will, ist der Wintermarkt am 11.12. Hier wird es auch eindrucksvolles Lightpainting geben.

 

Das Projekt „Social Media & Me“ wird vom QM Dammwegsiedlung/Weiße Siedlung aus dem Projektfonds gefördert.

 

 

Text: H. Heiland, Bilder: outreach gGmbH