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Sie befinden sich hier: Nachrichten - Archiv / Artikel aus 2007 / Nachbarn in der Köllnischen Heide

Weiße Siedlung im Rathaus

Nicht weniger als 100 Neuköllner waren dabei, als Buschkowsky in launigen Worten das bunte und sehenswerte Programm von Kindern der Sonnengrundschule und der Grundschule in der Köllnischen Heide zur Eröffnung ankündigte. „So etwas gibt es nur in Neukölln“, sagte der sichtlich stolze Neuköllner Bürgermeister angesichts der vielen Gäste. Die Trommlergruppe der Sonnengrundschule legte unter der Anleitung ihres Lehrers Mark Kofi Asamoah mit afrikanischen Rhythmen los, die direkt in die Beine gingen. Dann spielte die talentierte Melisa Kalayci ein hörenswertes Solo auf der Gitarre, ehe die „High-Deck-Sultaninchen“ mit indischen Tänzen Stimmung machten. Jede einzelne war wie eine kleine indische Prinzessin gewandet. Die einzigen zwei Jungen, die mitmachten, sah natürlich wie ein echte Prinzen aus, mit ihren breiten Schärpen.

Das Publikum, darunter auch viele „Stadtteilmütter“, war ehrlich begeistert, wie gut die Kinder aus vielen Ländern ihre Beiträge auf die Bühne brachten. Nach dem Programm gab es für die Kinder kleine Aufmerksamkeiten und ein Buffet mit Buletten, Salaten und orientalischen Spießen, an dem sich die Erwachsenen zum Plaudern trafen. Nun konnte man sich in Ruhe die Ausstellung ansehen.

„Nachbarn in der Köllnischen Heide“ führt zwei Fotoprojekte der Quartiersmanagements der High-Deck-Siedlung und der Weißen Siedlung zusammen. „Straßenschilder – Menschenbilder“ war schon in der High-Deck-Siedlung zu sehen. Hier wird einerseits an Künstler erinnert, nach denen viele Straßen der Siedlung benannt sind, andererseits werden auch Anwohner porträtiert, die an ihnen wohnen. So entsteht ein lebendiges Bild vom Leben in der Siedlung, die, wie die Weiße Siedlung, von Anwohnern unterschiedlichster Herkunft und Lebenserfahrung geprägt ist. „Mein Nachbar“ heißt das Fotoprojekt der Weißen Siedlung. Die Fotografin Miriam Labuske hat acht Anwohner in ihren Wohnungen porträtiert und mit ihren Bildern ein poetisches und gleichzeitig wirklichkeitsnahes Denkmal gesetzt. Beide Ausstellungen überzeugen in Konzept und Ausführung. Sie sind wirklich sehenswert und noch bis zum 7. Dezember zu sehen.

Martin Hardt