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Im Gebiet liegt die Sonnen-Grundschule mit rund 332 Schülerinnen und Schülern sowie 34 Lehrkräfte und 8 Erzieherinnen und Erziehern (Stand: Februar 2022). 100 Prozent der Schulkinder sind nichtdeutscher Herkunftssprache. Sie kommen aus über 20 Nationen. Rund 97 % der Erziehungsberechtigten sind von den Zuzahlungen zu Lernmitteln befreit. Die Schule ist im offenen Ganztagsbetrieb organisiert und etwa 140 Kinder nutzen die Hortbetreuung. Es gibt eine Schulstation in Trägerschaft von AspE e.V. Hier sind zusätzlich drei Sozialpädagogen tätig. 2008 wurde der Schulhof umgestaltet und 2012 die energetische Sanierung der Turnhalle abgeschlossen. Auf Antrag des Bezirks wurde im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive 2018/19 ein modularer Ergänzungsbau mit Mensa errichtet und im Juni 2020 eingeweiht. Mit dem Neubau sollte die Kapazität der Grundschule langfristig um ca. 125 Schülerinnen und Schüler wachsen. Die Sonnen-Grundschule bietet mit ihrem sprachlichen und naturwissenschaftlichen Profil und einer Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften (Fußball, Mediation- und Streitschlichterausbildung, Turnen, Offene Schulstation, Mädchen und Jungen AG, zukünftig geplant: Boxen) gute Voraussetzungen für die Bildung der Kinder. Die Schule nimmt seit 2014 am Bonus-Programm teil und finanziert damit ergänzende Angebote (z. B. Clever macht Spaß und Cleverlabor durch die Koffer Akademie und den Trainingsraum). Außerdem ist die Schule seit 2015 Teil des Programmes „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“.
Die Ev. Kindertagesstätte „Debora“ in der Aronsstraße befindet sich seit 2006 in freier Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln. Derzeit stehen 130 Plätze für Kinder im Alter von 8 Wochen bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Entsprechend der Bewohnerstruktur der Weißen Siedlung ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund hoch. Die Kita Debora unterbreitet mit ihrem inhaltlichen Profil (Sprache, Bewegung, Natur) ein qualitativ gutes Angebot. Die Kita leistet eine wichtige Vorarbeit für die Schule. Mit dem an die Kita angegliederten Familienzentrum sind gute Voraussetzungen vorhanden, die Entwicklung der Kinder durch die Einbeziehung der Eltern noch besser zu fördern. Hier finden zahlreiche Eltern-Kind-Angebote, Gesprächsrunden, Workshops und Elterncafés statt. Darüber hinaus hat das Familienzentrum eine Kooperation mit der Flüchtlingsunterkunft in der Kiefholzstraße aufgebaut.
Außerhalb des Gebietes befindet sich die Kita im Grünen mit 90 Plätzen, die auch von Kindern aus der Weißen Siedlung besucht wird.
Das Clubhaus Phase II ist eine bezirkliche Freizeiteinrichtung für Kinder. Lernförderung, Kinderbibliothek und Leseprojekte nehmen hier breiten Raum ein. Darüber hinaus stehen Kreativworkshops, Computerkurse und bewegungsfördernde Aktivitäten auf dem Programm. Außerdem ist das Clubhaus auch ein Ort für Projekte, Seminare und Workshops für Kita und Schule. Zusätzlich zu den vielen Aktivitäten für Kinder werden für Familien und Eltern weitere Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten angeboten. Von 2016 bis 2019 wurde das Kinderclubhaus aus dem Infrastrukturprogramm des Bundes neu gebaut. (Zum Artikel)
Im Clubhaus Phase II beheimatet ist auch die Koffer Akademie. Tag für Tag bringt das Team mit seiner Arbeit Kindern Bildung, Kunst und Kultur näher. Kern ihrer Philosophie ist dabei der Gedanke, dass Lernen Spaß machen muss, wenn es etwas bringen soll. Dafür werden u. a. auf Exkursionen mit Gruppen von bis zu 15 Kindern zwischen sechs und 16 Jahren außerschulische Lernorte wie Museen im gesamten Stadtgebiet besucht. Die Koffer Akademie betreibt in der Sonnen-Grundschule das „Clever-Labor“, und mit dem Projekt "Clever macht Spaß!" bieten sie Lernkurse und Projekttage mit unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten an. Die Eltern-Kind-Workshops „Komm, wir spielen Schule“ richten sich an Familien mit ihren Kindern ab dem ersten Lebensjahr.
Beim Lockdown während der Corona-Pandemie ergab sich die Herausforderung, kulturelle Bildungsangebote verstärkt digital anzubieten und dabei die besonderen Methoden und Grundsätze kultureller Bildung nicht zu vernachlässigen. Statt Kinder und Jugendliche länger an ihre Bildschirme zu holen, sollen sie dazu angeregt werden, sich auch handwerklich zu betätigen und alle ihre Sinne einzusetzen. Mit Klickspielen, Hörspielen und Animationsfilmen baute die Koffer-Akademie ihre Website zu einer Lernplattform aus, mit Angeboten, die Kinder und Familien zu Hause nutzen können. Sie bietet aber auch interaktives digitales Material, das Pädagogen und Lehrende für umfassende Projektarbeit nutzen können. Neben der großen Koffer-Mediathek stehen auch jede Menge Print-Materialien und Requisiten (zum Beispiel Masken zum Ausschneiden oder Hieroglyphentafeln) zur Verfügung.
„Am liebsten führen wir unsere Projekte natürlich persönlich durch. Wir freuen uns aber auch jedes Mal sehr, wenn Lehrer, Pädagogen und Familien in unsere Wunderkammer kommen und etwas finden, was sie interessiert und womit sie arbeiten wollen“, sagt Mona El-Khansa. Für Lehrer, die Lust haben, offene Projektarbeit für ein bis zwei Schulstunden in ihren Unterricht einzubringen, stehen an der Sonnen-Grundschule kleine Köfferchen mit Konzepten und Material zu verschiedenen Themen zur Verfügung.
Außerdem ergänzt die Koffer-Akademie ihre Angebote zusätzlich um Druckmedien wie die Broschüre „Das Heft“, die in 150er Auflage selbst hergestellt wird, Kritzelhefte für Kita-Kinder oder auch mal ein Buch, in dem ein mit Kindern erarbeitetes eigenes Märchen festgehalten wird.
Das Projekt „Komm wir spielen Schule“ erhält Mitteln aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ und ist bis 2025 gesichert. Die schulischen Kooperationen werden aus dem Bonus-Programm über die Sonnen-Grundschule finanziert.
Seit Herbst 2021 ist das Beteiligungshaus Neukölln (BETHA) in der Aronsstraße 120 eingezogen. Von hier aus macht es sich für mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stark. BETHA ist ein Projekt von Demokratie und Dialog e. V., einem Verein der selbst von jungen Menschen gestaltet wird. Seit 2008 setzt er sich für eine lebendige Demokratie ein. Als gemeinnütziger Verein engagiert er sich in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten auf Bildung, Demokratie und Partizipation. Demokratie und Dialog ist gleichzeitig Träger eines Neuköllner Kinder- und Jugendbüros. Dieses arbeitet mit dem Kinder- und Jugendbüro in kommunaler Trägerschaft eng zusammen.
Im Haus sitzen weitere Akteure der Beteiligungslandschaft: das Büro des Bezirksjugendrings und die Initiativgruppe für ein Kinder- und Jugendparlament, die hier Ende letzten Jahres ein Büro bezogen hat. Außerdem befindet sich im selben Gebäude der Jugendclub „Sunshine Inn“.
BETHA bietet aktuell: 2 Jugendräume, Technik, 1 kleine Bibliothek mit Arbeitsplatz für Recherchen, Beratung (auf Anfrage). Folgende eigene Veranstaltungen werden angeboten: offene Nachmittage, mittwochs zwischen 14 und 18Uhr, mit wechselnden Schwerpunkten. Politik & Pizza (etwa viermal im Jahr): hierzu werden Politiker*innen eingeladen und kommen bei Pizza mit Jugendlichen ins Gespräch. Bücher & Bananenbrot (auch etwa viermal im Jahr)
Falls es bei Projekten unerwartete Probleme gibt, im Team Konflikte auftreten, jemand eine Idee hat, aber nicht weiß, wie sie umgesetzt werden kann oder Geld für Projektideen fehlt, hat das Team vom BETHA immer ein offenes Ohr!
Kontakt: Telefon: 030 61101222, E-Mail: info@beteiligungshaus.org
Den Jugendtreff „Sunshine Inn“ (Outreach gGmbH) mit Jugendfreizeit- und Jugendbildungsangeboten gibt es in der Weißen Siedlung seit 2007. Ende 2017 wurden der Einrichtung jedoch wie auch dem Nachbarschaftstreff „Sonnenblick“ die Räume in der Sonnenallee 273 gekündigt. Von Ende 2018 bis März 2020 stand nur eine Wohnung in der Sonnenallee 279 zur Verfügung. Daher konnten Beratungsangebote, wie sie zuvor im offenen Bereich durchgeführt wurden, nicht mehr stattfinden und vieles verlagerte sich in den Außenbereich.
Im April 2020 erfolgte dann der Einzug in die aktuellen Räume im Beteiligungshaus (BETHA) Aronsstraße 120. Ab Mai 2020 wurde der Innenausbau unter Pandemiebedingungen in kleinen Gruppen von maximal 10 Leuten Schritt für Schritt entwickelt und umgesetzt. Wichtige Projekte während des ersten Jahres der Corona-Pandemie waren die Aufklärungsarbeit in der Siedlung, die Unterstützung Älterer und kranker mit Einkäufen und das Verteilen von Desinfektionsmitteln, Handschuhen und Masken. Mit Hilfe von Geldern des Aktionsfonds konnten sechs Nähmaschinen und Stoff angeschafft und mit Hilfe ehrenamtlicher Arbeit von Eltern 1.200 Masken genäht und verteilt werden.
Ein wichtiger Fokus der Arbeit in der Siedlung liegt seit 2017 auf dem Mitternachtssport, der die ganze Zeit über weiterlief. Jeden Freitag von 21:30 bis 0:00 Uhr finden Fußball- und Basketballspiele statt, die auch der Gewaltprävention in den Siedlungen dienen. Hierfür bieten wir zusätzlich spezielle Anti-Gewalt-Trainings an. Aber auch Parcours, Volleyball und Windsurfen auf dem Müggelsee wird für die Jugendlichen aus der Siedlung organisiert.
Seit 2021 finden in den neuen Räumen des Jugendtreffs wieder Angebote im offenen Bereich statt, etwa die Unterstützung bei der Berufsorientierung, bei der Stellenrecherche, beim Schreiben von Bewerbungen und der Wiedereingliederung in die Schule. Montags wird das„Sunshine Inn“ nur von Mädchen für ihre Angebote, Aktionen und Austauschen genutzt.
Ausflüge mit Jugendlichen sind ein wichtiger Baustein der Arbeit vom Sunshine Inn, bei denen offene Gespräche erfolgen und tiefe Beziehungen mit den Jugendlichen aufgebaut werden. Neben kleineren Ausflügen werden auch größere Reisen organisiert, so hat das Outreach-Team im Oktober/November 2022 mit 17 Jugendlichen von 15 bis 20 Jahren eine 12tägige Bildungsreise in die Türkei unternommen; Geld hierfür kam neben einem Eigenanteil, den die Jugendlichen aufbringen mussten von der Stiftung „Umverteilen“.
Im Nachbarschaftstreff „Sonnenblick“ sind viele Projekte beheimatet, die für die Bewohnerinnen und Bewohner der Dammwegsiedlung von großer Bedeutung sind. Obwohl seit Ende 2024 die Förderung für den „Sonnenblick“ als Nachbarschaftstreff im Quartier ausgelaufen ist, beherbergt dieser weiterhin zahlreiche Projekte. Sowohl das Kiezcafé (dienstags 14-16:00 Uhr), als auch das Frauenfrühstück (mittwochs 10-12:00 Uhr) werden vom Team des Stadtteilzentrums Köllnische Heide begleitet und erfreuen sich stets großer Beliebtheit. Wöchentlich von Dienstag bis Donnerstag (16-19:00 Uhr) gibt es außerdem ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die hier ein offener Raum zum Lernen erwartet. Mit dem Ziel das eigenverantwortliche Lernen zu fördern und somit die allgemeinen Bildungschancen zu erhöhen, kommt hier auch Spiel & Spaß nicht zu kurz. Träger dieses ebenfalls seit Jahren bewährten Projekts ist die Stephanus Stiftung, welche seit Anfang des Jahres auch zwei neue Angebote im „Sonnenblick“ anbietet.
Für die neuen Projekte „Kulturbrücken“ und „Konfliktmoderation“ist Anna-Lena Wünnecke als Koordinatorin zuständig. Das Projekt „Kulturbrücken“ zielt durch regelmäßige gemeinsame Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen darauf ab, die soziale Teilhabe, den Zusammenhalt und das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers zu stärken. Langfristiges Ziel ist es, ein Netzwerk von Kulturlots*innen auszubilden und zu etablieren, die auch nach dem Projektende 2026 die Planung und Durchführung von Kulturausflügen übernehmen und somit weiterhin Kulturbrücken zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern schlagen.
Um das nachbarschaftliche Zusammenleben auch über Kulturangebote hinaus weiterhin positiv zu gestalten, setzt das zweite neue Projekt der Stephanus Stiftung, „Konfliktmoderation“, genau dort an, wo es wichtig ist: beim respektvollen und offenen Umgang miteinander. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Missverständnisse frühzeitig geklärt und Konflikte konstruktiv gelöst werden können – sei es zwischen Nachbar*innen, innerhalb der Familie oder im Freundeskreis.
Ein zentrales Element des Projekts ist die Ausbildung ehrenamtlicher Konfliktlots*innen. Sie stehen den Bewohner*innen unterstützend zur Seite, wenn es Gesprächsbedarf oder Spannungen gibt. So können sie gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen entwickeln, die für ein harmonisches Miteinander sorgen.
Das Projekt profitiert dabei von einer engen Kooperation mit dem Clubhaus Phase II, das seine Räumlichkeiten für Schulungen und Treffen zur Verfügung stellt. So entsteht ein Raum für Austausch, Lernen und gegenseitige Unterstützung – ganz im Sinne einer starken und friedlichen Nachbarschaft.
Kontakt:
Dieselstraße 3, 4. OG, 12057 Berlin
Tel.: 0151 40664748
E-Mail: nbt-sonnenblick[at]stephanus[.]org oder anna-lena.wuennecke[at]stephanus[.]org
In der angrenzenden Kleingartenkolonie „Freiheit“ gibt es seit 2010 einen Naturkundelehrpfad mit unterschiedlichen Stationen. Die Kleingärtner der Kolonie haben diesen Pfad mit viel Fleiß und Mühe errichtet. Jugendliche des Jugend-, Kultur- und Werkzentrums Grenzallee haben eine Quiz-Wand sowie Bänke und Hochbeete für den Pfad hergestellt. Außerdem hatte der Gartenverband für die Kita Debora viele Jahre eine eigene Parzelle mit kleiner Gartenlaube zur Verfügung gestellt, die auch die gesamte Saison über mit Unterstützung der Kleingärtner von den Kindern gepflegt und bewirtschaftet wurde.
Die Caritas hat in der Dieselstraße 11 eine Soziale Beratungsstelle. Neu ist hier auch eine ambulante Wohnungslosenhilfe. Im CARIsatt-Laden in der Steinbockstraße 25 können Menschen mit geringem Einkommen verbilligt Lebensmittel einkaufen. Die Caritas und das Diakoniewerk Simenon sind auch Träger der Besonderen Sozialen Wohnhilfe (BeSoWo) Neukölln. Sie sind 2018 in das benachbarte Quartier in die Tabea Gemeinde (Sonnenallee 311-313) umgezogen. Außerdem ist die Caritas gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. Träger der Stromsparhilfe Neukölln in der Aronsstraße 128. Eine Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Quartier befindet sich eine weitere Jugendeinrichtung: Das seit Oktober 2023 von Franz Bachmann geleitete Jugend-, Kultur- und Werkzentrum Grenzallee (JKW) ist eine Einrichtung des Bezirksamts Neukölln. Mit drei Säulen bietet es alles, was Hip-Hop-Kultur ausmacht: Tanz, Musik und Kunst.
Während Tanz und Musik – also das Aufnehmen und Produzieren auf professionellem Niveau – schon auf vollen Touren laufen, befindet sich das Kunstangebot mit Gestaltung und Graffiti noch im Aufbau und soll im Laufe des Jahres 2025 an den Start gehen. DJing gibt es ebenfalls; es ist Teil der Musik-Säule.
Die Angebote des JKW werden in Kooperation mit freien Trägern durchgeführt: Im Tanzbereich mit HaBer Project e. V., der Musikbereich wird von BeActive e. V. betreut. Bachmann beschreibt das Team als eine Gruppe von acht verlässlichen Personen, in der jede und jeder Verantwortung für einen Teilbereich übernimmt. Dabei hebt er seine Wertschätzung besonders hervor: Er zeigt sich dankbar für das Engagement aller und betont, wie großartig die geleistete Arbeit sei.
An zwei Tagen in der Woche gibt es außerdem die Kickbox Challengeein Angebot, das künftig noch erweitert werden soll.
„So heterogen wie das Angebot ist im Idealfall auch die Zusammensetzung in den einzelnen Gruppen“, sagt Franz Bachmann. „Wir wollen immer gern alle zusammenbringen, damit sie voneinander profitieren können. Wichtig ist die Durchmischung. In jedem Kurs sollten Jugendliche mit unterschiedlichen Geschichten und Hintergründen zusammenarbeiten. Solche, die sich hier auskennen und ein Standing haben, mit neuen und unerfahrenen. So ergeben sich Vorbildfunktionen, von denen alle etwas haben.“
Und noch etwas liegt der Einrichtung und Franz Bachmann am Herzen: „Unsere Mitarbeitenden sind alle gut darin, den Jugendlichen zuzuhören. Das ist gerade jetzt sehr wichtig, mit all den Bildern von Kriegen in Sozialen Medien, die immerzu präsent sind. Wir können da auch keine Lösungen bieten, aber wir nehmen die Sorgen und Ängste unserer Klientel ernst. Über die Dinge zu reden hilft, Stress und Aggression aus den Debatten zu nehmen und sich in Ruhe eine Meinung zu bilden.“
Im Idealfall spiegelt sich die Vielfalt des Angebots auch in der Zusammensetzung der einzelnen Gruppen wider. Das Ziel besteht darin, unterschiedliche Jugendliche zusammenzubringen, sodass sie voneinander lernen und profitieren können. Eine bewusste Mischung ist entscheidend: In jedem Kurs arbeiten junge Menschen mit verschiedenen Erfahrungen und Hintergründen zusammen. Einige bringen bereits Kenntnisse und Selbstvertrauen mit, während andere noch neu und unerfahren sind. Durch dieses Zusammenspiel entstehen natürliche Vorbilder, die eine positive Wirkung auf alle Beteiligten haben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit des JKW sowie von Franz Bachmann ist die Haltung gegenüber den Sorgen und Gefühlen der Jugendlichen. Die Mitarbeitenden zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie gut zuhören können – eine Fähigkeit, die gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist. Angesichts der ständigen Präsenz von Kriegsbildern und beunruhigenden Nachrichten in den sozialen Medien fällt es vielen Jugendlichen schwer, das Erlebte einzuordnen. Zwar können keine direkten Lösungen angeboten werden, doch das Ernstnehmen der Ängste und der offene Dialog helfen dabei, emotionale Spannungen abzubauen und eine reflektierte Haltung zu entwickeln.
Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen verzichtet das JKW bewusst auf geschlechtsspezifische Räume. Stattdessen wird angestrebt, dass Mädchen und Jungen die vorhandenen Angebote gemeinsam nutzen und weiterentwickeln. Die jüngsten Teilnehmenden an den Tanzkursen sind aktuell 14 Jahre alt, das Gesamtangebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren.
Geöffnet ist das JKW in der Regel wochentags von 16 bis 20 Uhr, je nach Angebot auch bis 21 oder 22 Uhr. Für selbstorganisierte Gruppen stehen die Räume nach Absprache auch schon mittags zur Verfügung.
Kontakt:
Jugend-, Kultur- und Werkzentrum Grenzallee (JKW), Bezirksamt Neukölln, Abteilung Jugend
Koordination: Franz Bachmann
Grenzallee 5
12057 Berlin (Neukölln)
Instakanal: jkw_grenzallee
http://www.grenzallee.com
Tel.: 030 68056333
E-Mail: team[at]grenzallee[.]com







