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  • Quartiersflyer Oktober 2021

    Mit dem Oktober kommt der Herbst und es werden neue Mitglieder für die Aktionsfondsjury gesucht. Über den Aktionsfonds werden kleinere nachbarschaftliche Projekte bis zu 1.500 € gefördert. Das FuN-Projekt bietet ein buntes Herbstferienprogramm mit Sport, Bewegung, Mal- und Bastelaktionen. Auch das Freilandlabor lädt zum gemeinsamen Basteln ein, und beim Kinder- und Jugendrat können alle zwischen 11 und 18 Jahren ihre Ideen einbringen. Das und viele weitere Treffs, Tipps und Termine im Quartiersflyer für den Oktober, der hier heruntergeladen werden kann.[mehr]
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Einrichtungen

Im Gebiet liegt die Sonnen-Grundschule mit rund 345 Schülerinnen und Schülern sowie 36 Lehrerinnen und Lehrern und 9 Erzieherinnen und Erziehern. 97,4 Prozent der Schüler sind nichtdeutscher Herkunftssprache. Sie kommen aus über 20 Nationen. Rund 95 % der Erziehungsberechtigten sind von den Zuzahlungen zu Lernmitteln befreit. Die Schule ist im offenen Ganztagsbetrieb organisiert. Es gibt eine Schulstation in Trägerschaft von AspE e.V. Hier sind zusätzlich vier Sozialpädagogen tätig. 2008 wurde der Schulhof umgestaltet und 2012 die energetische Sanierung der Turnhalle abgeschlossen. Auf Antrag des Bezirks ist 2018/19 ein modularer Ergänzungsbau aufgebaut und im Juni 2020 eingeweiht worden. Die bisher dreizügige Schule wird seit dem Schuljahr 2018/2019 sukzessive vierzügig, wodurch die Kapazität der Schule um ca. 125 Schüler wachsen wird. Schule und Schulamt haben ein großes Interesse an der Erarbeitung eines Freiflächenkonzepts, dass die Erweiterung des Schulhofes einschließt. Die Schule nimmt seit 2014 am Bonus-Programm teil und kann damit ergänzende Angebote finanzieren (aktuell Lerntherapie, Clever macht Spaß und Cleverlabor durch die Koffer Akademie, Trainingsraum, Musik- und Sportangebote). Außerdem nimmt die Schule am Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" teil.

Die Ev. Kindertagesstätte "Debora" in der Aronsstraße befindet sich seit 2006 in freier Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln. Derzeit stehen 130 Plätze für Kinder im Alter von 8 Wochen bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Entsprechend der Bewohnerstruktur der Weißen Siedlung ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund hoch. Die Kita Debora unterbreitet mit ihrem inhaltlichen Profil (Sprache, Bewegung, Natur) ein qualitativ gutes Angebot. Die Kita leistet eine wichtige Vorarbeit für die Schule. Mit dem an die Kita angegliederten Familienzentrumsind gute Voraussetzungen vorhanden, die Entwicklung der Kinder durch die Einbeziehung der Eltern noch besser zu fördern. Hier finden zahlreiche Eltern-Kind-Angebote, Gesprächsrunden, Workshops und Elterncafés statt. Darüber hinaus hat das Familienzentrum eine Kooperation mit der Flüchtlingsunterkunft in der Kiefholzstraße aufgebaut. 

Außerhalb des Gebietes befindet sich dieKita im Grünen mit 90 Plätzen, die auch von Kindern aus der Weißen Siedlung besucht wird.

Das Clubhaus Phase II ist eine bezirkliche Freizeiteinrichtung für Kinder. Lernförderung, Kinderbibliothek und Leseprojekte nehmen hier breiten Raum ein. Darüber hinaus stehen Kreativworkshops, Computerkurse und bewegungsfördernde Aktivitäten auf dem Programm. Außerdem ist das Clubhaus auch ein Ort für Projekte, Seminare und Workshops für Kita und Schule. Zusätzlich zu den vielen Aktivitäten für Kinder werden für Familien und Eltern weitere Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten angeboten. Von 2016 bis 2019 wurde das Kinderclubhaus aus dem Infrastrukturprogramm des Bundes neu gebaut. (Zum Artikel) 

Im Clubhaus Phase II beheimatet ist auch die Koffer Akademie. Tag für Tag bringt ihr Team mit seiner Arbeit Kindern Bildung, Kunst und Kultur näher. Kern ihrer Philosophie ist dabei der Gedanke, dass Lernen Spaß machen muss, wenn es etwas bringen soll. Dafür werden auf Exkursionen mit Gruppen von bis zu 15 Kindern zwischen sechs und 16 Jahren außerschulische Lernorte wie Museen im gesamten Stadtgebiet besucht. Die Koffer-Akademie betreibt in der Sonnen-Grundschule das „Clever-Labor“, und mit dem Projekt "Clever macht Spaß!" bieten sie Lernkurse und Projekttage mit unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten an. Mit dem Eltern-Kind-Workshops „Komm, wir spielen Schule“ richten sie sich an Familien mit ihren Kindern ab dem ersten Lebensjahr.

Den Jugendtreff „Sunshine Inn“ mit Jugendfreizeit- und Jugendbildungsangeboten gibt es in der Weißen Siedlung seit 2007. Ende 2017 wurden der Einrichtung jedoch wie auch dem Nachbarschaftstreff „Sonnenblick“ die Räume gekündigt. Derzeit steht aus diesem Grund nur ein Beratungsraum in einer von der ADO auf Betriebskostenbasis zur Verfügung gestellten kleinen Wohnung in der Sonnenallee 279 zur Verfügung. In den ehemaligen Räumen des Jugendtreffs war regelmäßig, in der Regel einmal wöchentlich, ein Berater vom Neuköllner Netzwerk Berufshilfe (NNB) e.V. vor Ort.  Im Rahmen des Programms "Jugend stärken im Quartier“ (JustiQ) – Teilprogramm "Job starten vor Ort“ beriet er die Jugendlichen und unterstützte sie praktisch bei allen Fragen rund um den Übergang von der Schule in den Beruf. In den derzeit genutzten Beratungsräumen ist dies nicht möglich. Sobald dem Jugendtreff neue Räume zur Verfügung stehen, wird das Projekt fortgeführt. Darüber hinaus leistet auch das Outreach-Team Unterstützung bei der Berufsorientierung. So gibt es für die Älteren Unterstützung bei Stellenrecherchen und Bewerbungsschreiben. Dies ist ständiger Bestandteil der offenen Arbeit. Aufgrund der Kündigung der Räume des Jugendtreffs können die Bildungsangebote derzeit nur in eingeschränktem Rahmen in den Beratungsräumen stattfinden. Dafür wird ein stärkerer Fokus auf Streetwork gelegt.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Quartier befindet sich mit dem bezirklichen Jugend-, Kultur- und Werkzentrum Grenzalleeeine weitere  Jugendeinrichtung. Täglich gibt es hier Angebote vor allem in den Bereichen Sport, Computer und Internet sowie Tanz und Musik.

Der Nachbarschaftstreff „Sonnenblick“ ist ein zentraler Ort für die Bewohnerinnen und Bewohner und ein Schlüsselprojekt im Quartier, an das viele andere Projekte angedockt sind. Im Sonnenblick fanden bislang Kultur- und Informationsveranstaltungen, Beratungen, Workshops, Kurse und Mietertreffen statt. Ende 2017 wurden ihm jedoch die Räume gekündigt. Die ADO als jetzige Eigentümerin des Wohnungsbestands hat für den Nachbarschaftstreff übergangsweise eine Wohnung auf Betriebskostenbasis zur Verfügung gestellt. Er ist so momentan auf deutlich kleinerer Fläche ein Anlaufpunkt für Menschen, die den Austausch und die Begegnung mit anderen suchen. Dennoch wird der Nachbarschaftstreff gut genutzt, wenn auch seine Ausstrahlung noch weiter erhöht werden kann. Hier führen auch andere Projekte und Träger Angebote durch. Der Nachbarschaftstreff wird bisher ausschließlich aus Fördermitteln der Sozialen Stadt finanziert. Die Selbsthilfegruppe für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige, die sich früher im „Sonnenblick“ getroffen hat, nutzt aktuell für ihre regelmäßigen Treffen das Clubhaus Phase II. 

In der angrenzenden Kleingartenkolonie „Freiheit“ gibt es seit 2010 einen Naturkundelehrpfad mit unterschiedlichen Stationen. Die Kleingärtner der Kolonie haben diesen Pfad mit viel Fleiß und Mühe errichtet. Jugendliche des Jugend-, Kultur- und Werkzentrums Grenzallee haben eine Quiz-Wand sowie Bänke und Hochbeete für den Pfad hergestellt. Außerdem hatte der Gartenverband für die Kita Debora viele Jahre eine eigene Parzelle mit kleiner Gartenlaube zur Verfügung gestellt, die auch die gesamte Saison über mit Unterstützung der Kleingärtner von den Kindern gepflegt und bewirtschaftet wurde.

Die Caritas hat in der Dieselstraße 11 eine Soziale Beratungsstelle. Neu ist hier auch eine ambulante Wohnungslosenhilfe. Im CARIsatt-Laden in der Steinbockstraße 25 können Menschen mit geringem Einkommen verbilligt Lebensmittel einkaufen. Die Caritas und das Diakoniewerk Simenon sind auch Träger der Besonderen Sozialen Wohnhilfe (BeSoWo) Neukölln. Sie sind 2018 in das benachbarte Quartier in die Tabea Gemeinde (Sonnenallee 311-313) umgezogen. Außerdem ist die Caritas gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. Träger der Stromsparhilfe Neukölln in der Aronsstraße 128. Eine Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.