Vom Mauerblümchen zum zentralen Wohnquartier

- Blick auf die Weiße Siedlung
Als in den 70er Jahren große helle Wohngebäude neben dem Dammweg errichtet wurde, fand der Volksmund schnell einen Namen für das neue Gebiet: Die Weiße Siedlung. Damals siedelten sich in dem neuen Wohngebiet unweit der Mauer viele junge Familien an. Die neue Wohnsiedlung, eingerahmt von einigen älteren Wohnblöcken und Reihenhäusern im Bauhausstil und Laubenkolonien zeichnete sich durch zwei Dinge aus: Sie lag im Grünen und war gleichzeitig – nicht zuletzt durch die Nähe zur Mauer – eine ruhige Insel inmitten der Großstadt. Seit dem Fall der Mauer ist es am Dammweg erheblich lebhafter geworden. Doch noch immer leuchten die bis zu 18 Stockwerke hohen Häuser weit und aus den oberen Etagen bietet sich den Bewohnern ein atemberaubender Blick über die Stadt.

- Das höchste Haus im Quartier.
Direkt an der Sonnenallee gelegen ist die Siedlung mit privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Bis zur S-Bahn-Station Köllnische Heide ist es nur ein Katzensprung, einige hundert Meter entfernt befindet sich die Autobahnauffahrt Grenzallee. So ist man in weniger als einer halben Stunde im Zentrum Berlins oder genauso schnell im landschaftlich reizvollen brandenburger Umland südlich der Stadt. Die oberen Etagen der Hochhäuser in der Weißen Siedlung bieten einen atemberaubenden Blick auf die Stadt bis ins Umland hinein.

- Eingang zur Sonnengrundschule

- Im Quartier leben überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche.
Die Sonnengrundschule gab es bereits bei Baubeginn der Weißen Siedlung – sie musste allerdings erweitert werden. Eine Kindertagesstätte in der Aronstraße, das Kinderclubhaus am Dammweg und der Jugendclub in der Grenzallee sind seit vielen Jahren ein wichtiger Treffpunkt für die Heranwachsenden aus der Dammwegsiedlung. In den vergangenen Jahren wurde dieses Angebot mit Hilfe des Quartiersmanagements erweitert: Streetworker kümmern sich um die Jugendlichen direkt im Quartier und haben ihnen mit dem „Sunshine In" einen Anlaufpunkt in der Weißen Siedlung gegeben. Im Stützpunkt der Arbeiterwohlfahrt, der ehemaligen Bauleitungsbaracke an der Aronstraße, finden regelmäßig Veranstaltungen für die ältere Generation statt. Und auch die evangelische Kirchengemeinde „Tabea" ist in der Weißen Siedlung aktiv.

- Einer der Innenhöfe
Zwar gibt es noch etliche Bewohner der ersten Stunde in der Weißen Siedlung. Dennoch hat sich die Struktur in den vergangenen Jahren stark verändert. Viele Ältere haben nach dem Auszug der Kinder und dem Fall der Mauer die Gegend verlassen. Dafür sind junge Familien nachgezogen, von denen ein großer Teil Migranten mit vielen Kindern sind. Die meisten kommen aus der Türkei und den arabischen Ländern. Der Anteil von Schülern nichtdeutscher Herkunft in der Sonnengrundschule liegt in manchen Klassen bei über 90 Prozent. Insgesamt leben knapp 4000 Menschen in der Weißen Siedlung. Viele von ihnen engagieren sich inzwischen in den verschiedenen Projekten und Aktivitäten des Quartiersmanagements.







